Willkommen auf der Website der Perchtengruppe Dellach/Gail

Die Perchtengruppe Dellach/Gail ist weit bekannt und zählt mittlerweile zu einer der größten Gruppen in ganz Kärnten Alle Jahre wird an Auftritten in ganz Österreich, Deutschland und in der Schweiz teilgenommen. An die 15 Mal rückt die Gruppe pro Saison aus und nimmt Fahrtzeiten bis zu vier Stunden in Kauf. Doch das traditionelle Brauchtum kommt hierbei nicht zu kurz: In der eigenen Region werden am Krampustag die Häuser der Gemeinde gemeinsam mit dem Nikolaus besucht.

 

Organisation und Planung. Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, eine Investition unzähliger Stunden für das Schnitzen der Masken, und das Organisieren der Auftritte zählen zu den Aufgaben des Obmannes und Begründer der Perchtengruppe Dellach/Gail, Christian Wieser (28). Somit entpuppt sich dieses Hobby als sehr zeitaufwendig, was jedoch für das Organisationsteam, bestehend aus Wolfgang Oberjörg, Andreas Walker, Michael Unterassinger und Christian Wieser kein Problem darstellt.

 

Besondere Merkmale. Die Dellacher unterscheiden sich von anderen Perchten, indem sie durch die voluminösen Felle eine pompöse Erscheinung bieten. Ihre Masken sind nicht an dem typischen Salzburger Stil, sondern an dem Osttiroler Stil orientiert. Nur wenige Fratzen sind mit Hörnern ausgestattet. Weiters zeichnet sich die Gruppe durch die teilweisen handgeschmiedeten Glocken aus, welche einen gewaltigen Klang erzeugen. Die Glocken bezieht die Perchtengruppe Dellach/Gail aus Österreich und der Schweiz. Als besonderes Charakteristikum erwähnt der stolze Obmann: „Wir zeichnen uns zusätzlich durch unsere Kameradschaft, Hartnäckigkeit und den enormen Zusammenhalt im Verein aus“.

 

Zahlreiche Mitglieder. Neben den Perchten gehören dem Verein auch noch Engel, Teufel, Security und „gute Geister“ an. Insgesamt zählt der Verein 55 Mitglieder. Erwähnenswert sind hierbei die insgesamt sieben Frauen, welche als Perchten mitlaufen. Der Verein ist regional vertreten, Mitglieder aus den Regionen Gail-, Gitsch- und Lesachtal gehören ihm an. „Jeder, der ins Team passt, kann Mitglied werden“, lädt der Obmann ein.

 

Brauchtumspflege. Die Perchtengruppe Dellach/Gail stellt die Pflege des Brauchtums in den Vordergrund. Neue Techniken wie die Pyrotechnik, wobei schräge Feuerspiele veranstaltet werden, gehören für den Verein nicht zum Brauchtum dazu. Sie verwenden die allbewährten Techniken wie Nebel kombiniert mit Licht. Mit den grausigen Masken vertreiben die Perchten den Winter und die bösen Geister. Außerdem strafen sie Faulheit und Unordnung, belohnen aber auch Fleiß und Ordnung.

 

Angsteinflößende Fratzen. Der kreative Schnitzer verrät, dass er für eine Maske zwischen 50 und 120 Arbeitsstunden rechnen muss. „Ich schnitze alle Masken selbst, um das Gesamterscheinungsbild der Gruppe zu vereinheitlichen. Es ist wichtig, den eigenen Stil zu verfolgen“, so Wieser. Die zotteligen, fauchenden und brüllenden Ungetüme mit ihren fürchterlichen Fratzen, dem Rasseln der Ketten und Läuten der Glocken erschrecken viele Menschen sehr. Nichts desto trotz wohnen viele den Perchtenumzügen bei und lassen sich das Schauspiel rund um das Brauchtum nicht entgehen. Die Perchtensaison kann beginnen!